Abstrakte Grafik mit geschwungenen Linien, Balken, Kreisen und einem Rad.

Workshop-Inhalt in einfacher Sprache

Workshop-Reihe: Crip-Ästhetik und inklusive Tanz-Praxis

Ein Workshop an 3 Tagen über barriere-freie Zugänge im Tanz

Im Tanz gibt es oft bestimmte Vorstellungen.
Zum Beispiel:
So soll ein Körper aussehen.
Oder: So soll sich ein Körper bewegen.

Aber Körper sind verschieden.
Und Menschen bewegen sich verschieden.
Und Menschen brauchen unterschiedliche Dinge,
damit sie gut tanzen können.

In unserer Workshop-Reihe fragen wir uns:
Wie können wir mit verschiedenen Bedürfnissen gut gemeinsam tanzen?
Wie können Hilfs-mittel Teil vom Tanz werden?
Wie kann Barriere-freiheit von Anfang an Teil von Tanz sein?

Die Workshops finden statt am:
02. Oktober 2026 von 16 bis 20 Uhr
16. Oktober 2026 von 16 bis 20 Uhr
23. Oktober 2026 von 16 bis 20 Uhr
Steven Solbrig und Friedericke Zinn leiten den Workshop an.

Wir sprechen miteinander.
Und wir probieren vieles mit Bewegung aus.

Dabei geht es auch um Crip-Ästhetik.

Crip ist ein englisches Wort.
Es bedeutet auf deutsch: Krüppel.
Heute benutzen manche behinderte Menschen das Wort bewusst für sich selbst.

Crip-Ästhetik bedeutet zum Beispiel:
Behinderung darf in der Kunst sichtbar sein.
Unterschiedliche Körper dürfen sichtbar sein.
Hilfs-mittel können Teil von Tanz und Kunst sein.
Auch Pausen können Teil von Kunst sein.

In unserer Workshop-Reihe ist Platz für das:
Was im Tanz oft wenig Platz hat.

1. Workshop-Tag | eigene Bedürfnisse kennen

2. Oktober 2026 | 16 – 20 Uhr

Am 1. Tag lernen wir uns kennen.
Wir sprechen über unsere Erfahrungen.
Zum Beispiel über Barrieren im Tanz.

Wir sprechen auch über Ableismus.
Ableismus bedeutet:
Menschen werden wegen einer Behinderung schlechter behandelt.
Oder Menschen erwarten:
Alle Menschen müssen bestimmte Dinge können.

Wir sprechen darüber:
Was haben wir erlebt?
Was wünschen wir uns?
Was brauchen wir?

Wir lernen auch die Access Rider kennen.
Access Rider ist Englisch.
Ein Access Rider ist ein Dokument.
Darin kann eine Person aufschreiben:
Was sie zum mit-machen braucht.

Zum Beispiel:
Ich brauche geregelte Pausen.
Ich brauche einen ruhigen Raum.
Ich brauche Assistenz.
Oder ich brauche bestimmte Hilfs-mittel.

Im Workshop überlegen wir:
Was brauche ich persönlich?
Wir wollen einen möglichst geschützten Raum schaffen.

Wir achten aufeinander.
Und wir nehmen unterschiedliche Bedürfnisse ernst.

Wir überlegen gemeinsam:
Was hilft uns gegen Leistungs-Druck im Tanz?
Was stärkt uns?
Und wie können wir gut miteinander arbeiten?

Wichtig zum 1. Workshop-Tag:
Der 1. Workshop-Tag ist ein geschützter Raum.Dieser Tag ist nur für:
behinderte Menschen,
– neurodivergente Menschen,
– und chronisch kranke Menschen.

Neurodivergent bedeutet:
Menschen denken oder verarbeiten Eindrücke anders als viele andere Menschen.

Der 2. und der 3. Workshop-Tag sind für alle Menschen offen.

2. Workshop-Tag | unsere Bewegungen erweitern

16. Oktober 2026 | 16 bis 20 Uhr

Am 2. Tag geht es um unsere Bewegungen.
Im Tanz bewegen wir uns oft auf bestimmte Arten.
Manche Bewegungen kennen wir gut.
Andere Bewegungen nutzen wir wenig.

An diesem Workshop-Tag probieren wir neue Bewegungen aus.
Wir fragen:
Wie können wir unsere Bewegungen verändern?
Wie können neue Bewegungen entstehen?

Menschen mit und ohne Behinderung sind willkommen.

Manche Dinge und Menschen unterstützen uns bei Bewegungen.

Zum Beispiel:
– Rollstühle und andere Mobilitäts-Hilfen
– Stimming-Gegenstände
– Assistenz-Personen

Stimming bedeutet zum Beispiel:
Eine Person macht eine Bewegung immer wieder.
Das kann zum Beispiel dabei helfen:
Sich zu beruhigen.
Oder viele Eindrücke zu verarbeiten.
Manche Menschen nutzen dafür auch bestimmte Gegenstände.

Wir probieren im Workshop aus:
Was Hilfs-Mittel und Assistenz-Personen für uns bedeuten.
Wie sie uns vielleicht beim Tanz unterstützen können.

Wir probieren verschiedene Möglichkeiten aus.
So können neue Bewegungen entstehen.

Wir können allein tanzen.
Wir können zu zweit tanzen.
Oder wir können in der Gruppe tanzen.

3. Workshop-Tag | Zugänge zum Tanz gestalten

23. Oktober 2026 | 16 bis 20 Uhr

Am 3. Tag geht es um Aesthetics of Access.
Aesthetics of Access ist Englisch.
Es bedeutet ungefähr:
Zugänglichkeit wird ein Teil von der Kunst.

Barriere-Freiheit wird von Anfang an mit-gedacht.
Und Barriere-Freiheit kann selbst Teil von Tanz und Kunst werden.

Zum Beispiel:
Eine Übersetzung kann sichtbar auf der Bühne sein.
Leichte Sprache kann Teil von einer Aufführung sein.
Auch Pausen können bewusst Teil von einer Aufführung sein.

Wir probieren verschiedene Möglichkeiten gemeinsam aus.

Du hast Interesse?

Die Workshop-Tage sind am:
Freitag, den 02. Oktober 2026 von 16 – 20 Uhr (geschützter Raum für behinderte, neuro-divergente und chronisch kranke Tänzer:innen und Performer:innen)
Freitag, den 16. Oktober 2026 von 16 – 20 Uhr
Freitag, den 23. Oktober 2026 von 16 – 20 Uhr

Du kannst dich für alle drei Tage anmelden.
Oder nur für einen Tag.

Die Kosten für pro Workshop-Tag sind:
ermäßigt: 15,00 Euro /Workshop-Tag
regulär: 30,00 Euro / Workshop-Tag
Soli-preis: 40,00 Euro / Workshop-Tag (Mit dem Betrag unterstützt du andere Menschen bei der Teilnahme.)

Der Workshop findet im Großen Saal des Soziokulturellen Zentrums „Die VILLA“ statt.

Die Adresse ist:
Lessingstraße 7
04109 Leipzig

Magst du dabei sein?
Dann melde dich gerne bei Franziska Oertel (Projektleitung) an:

per Mail unter kontakt@tanzlabor-leipzig.de
per Telefon unter:  0176 3635 4164

Wir freuen uns auf dein Kommen!

Barriere-freiheit

Die VILLA ist rollstuhl-gerecht (mit Aufzug) zugänglich.
Es gibt einen Behinderten-parkplatz und eine barrierearme Toilette.
Die Toilette hat einen Decken-lifter.
Die nächsten Straßen-bahn-haltestellen (Leibnizstr. oder Goerdelerring) sind barrierearm.

Wenn du weitere Bedarfe hast:
Melde dich gerne bei uns unter kontakt@tanzlabor-leipzig.de